Wer diese Woche seine Winterklamotten mit hatte war gut beraten. Zwar fuhren wir ins schöne Südtirol, nur Fliegen durften wir dort nicht gleich. Eine starke Nordföhnlage, ausgeprägter als wir dachten, ließ uns erstmal am Boden bleiben. Dadurch blieb genug Zeit, sich den Manövern am Simulator zu widmen. So konnte jeder die anstehenden Manöver nochmal verinnerlichen um sie dann bei den Flügen zu üben. Doch Fliegen durften wir immer noch nicht in Rodeneck. Es hieß, ab in die Autos und rüber auf die Nordseite ins Stubaital. Dort gab es bessere Bedingungen. Hier waren die Winterklamotten dringend gefragt. Es war kalt und es gab noch viel Schnee am Startplatz. Was soll´s, zumindest konnte man fliegen und üben. Auch am dritten Tag war der Elfer unser Startplatz um mit viel Höhe die Ohren anzulegen oder die ersten Klapper zu erfliegen. Danke an Moni und das Team von Parafly, dass wir kommen durften. Der Donnerstag verhieß für den Vormittag super Bedingungen direkt vor der Haustür. Der Check der örtlichen Wetterstationen bestätigte die Wettervorhersage, also rauf auf den Berg. Dass es morgens noch Bergwind hat ist normal. Es heißt also geduldig warten, bis die Sonne ihre Arbeit aufnimmt. Am Landeplatz war schon passender Wind aus Süd, die Bedingungen am Startplatz augenscheinlich immer besser. Der Landeplatz-Fluglehrer flog schon mal los, Aircheck machen. Das Ergebnis war: lieber noch warten. Denn die Bedingungen sollten sich noch weiter stabilisieren. Pustekuchen, im wahrsten Sinne des Wortes. Das Wetter hielt sich nicht an die Wettervorhersage und der Wind kam von allen Seiten. Schließlich mussten alle leider mit dem Bus runterfahren. Denn wenn drei Dustdevils gleichzeitig über den Startplatz jagen, machen wir lieber was anderes als fliegen. Nun gut, so ist das Gleitschirmleben. Wo Schatten ist muss auch irgendwo Licht sein. Der Freitag versprach nicht nur Großes, es war der beste Schulungstag der Woche. Perfekte Bedingungen zum Schulen. Nicht nur die Thermik-Techniker kamen auf ihre heiß ersehnten Thermikflüge, sondern auch die Schüler schnupperten an den Aufwindquellen. Nach einer schönen langen Pause in der Frühlingssonne ging es nochmal hoch um einen letzten Flug in den Sonnenuntergang zu machen. Solche Flüge sind Genuss pur. Am nächsten Morgen ging es dann in die praktische Prüfung. Bei super schönen Gegebenheiten bestanden alle elf A-Schein-Aspiranten. Herzlichen Glückwunsch an die Piloten vom gesamten Team. Jetzt kann es losgehen, das selbständige Üben und Fortbilden bei einer unserer Reisen oder Sicherheitstrainings. Wir wünschen euch viel Spaß dabei und freuen uns euch bald mal wieder zu sehen.

Über Lob oder Tadel sind wir sehr dankbar auf einem unserer Portale. Bilder der Woche gibt es unter: Alpin Rodeneck 01

Seid herzlich gegrüßt
Walter, Peter und Hristo