Wir wollten gerne glauben, dass der Frühling angefangen hat. Das Wetter belehrte uns eines Besseren. Schon auf der Fahrt nach Südtirol war unser Weg von weißen Wiesen flankiert. Die Temperaturen in Rodeneck luden nicht unbedingt zum Baden ein, abgesehen davon war der Pool noch leer. Es stellte sich eine Nordstau-Wetterlage ein, die uns Wind aus der falschen Richtung bescherte, gemeinhin als Föhn bekannt. So verbrachten wir den ersten Tag damit, alle erforderlichen Manöver aufzufrischen, Gurtzeuge einzustellen und noch einen Retter zu packen. Tag zwei und drei sollte es aber leider wettertechnisch auf der Südseite der Alpen nicht besser werden. Deshalb entschlossen wir uns an beiden Tagen eine Stunde Fahrt auf uns zu nehmen und wieder gen Norden zu fahren. Was sich zumindest am dritten Tag voll geloht hatte und alle konnten viele Flügen machen. Danke an Moni von Parafly, dass wir kommen durften. Fliegen konnten wir, das war toll. Starten mussten wir zum Teil in kniehohem Schnee. Wind und der steile Startplatz halfen dabei zügig in die Luft zu kommen. Es sah nicht nur winterlich aus, es war auch dementsprechend kalt. Jedes Wetter ändert sich irgendwann, so auch bei uns. Es wurde uns bestes Flugwetter vorausgesagt und auch tatsächlich gehalten. Nicht nur, dass die A-Scheinschüler Flüge sammeln und Manöver fliegen konnten, sondern die Thermiktechnik-Teilnehmer konnten auch endlich richtig in die Thermik. Wie schön das aussieht, wenn bunte Schirme in der Luft schweben. Der letzte Tag vor der Prüfung war zwar thermisch nicht so ergiebig, dafür war es den ganzen Tag ruhig in der Luft, was der Flugausbeute sehr zuträglich war. Die Überraschungen waren aber am Ende des Schulungstages noch nicht vorbei. Geduscht und wartend auf das Abendessen wurden kurzerhand alle Prüfungsaspiranten aufgefordert sich am Abend flugfertig zu machen. Der Blick ins Wetter für den Prüfungstag offenbarte uns nämlich keine idealen Bedingungen. Prüfer war bereits angereist, also nicht lange gefackelt und rauf auf den Berg für die Prüfung. Hat sich voll gelohnt. Alle haben bestanden und tatsächlich waren am letzten Tag die Bedingungen zum Fliegen schlecht. Herzlichen Glückwunsch vom gesamten Team! Das habt ihr echt gut gemacht und schön, dass ihr so spontan wart! Eine aufregende, spannende, spontane und erfolgreiche Woche ist vorbei.

Uns hat es viel Spaß gemacht und hoffentlich euch auch. Dies könnt ihr sehr gerne auf einem unserer Portale kundtun. Bilder der vier Jahreszeiten findet ihr hier: Alpin Rodeneck 2

Seid herzlich gegrüßt
Walter, Ronny und Hristo