• Hochgrat 16.02 7 - Liegegurtzeug SupAir Strike Test

Liegegurtzeug SupAir Strike Test

Gestern konnte ich da SupAir Strike Gurtzeug testen. Die Bezeichnung Liegegurtzeug stimmt eigentlich bei fast keinem modernen Gurtzeug mit Beinsack mehr, aber es ist einfach im Sprachgebrauch drin ;-). Es sind eigentlich Sitzgurtzeuge mit Beinsack und oft mit einem aerodynamischen Heckbürzel.

Zielgruppe: Das Strike war ursprünglich für die X-Alps Teilnehmer konzpiert was seinen klaren Verwendungszweck definiert, d.h. es zielt auf Hike&Fly Piloten ab, die minimales Packmaß und Gewicht brauchen. Das Gurtzeug ist nix für Grobmotoriker und Gurtzeugschleifer.

Eindruck: Beim ersten Mal Hochheben bekommt man ein fettes Grinsen aufs Gesicht. Das Ding wiegt echt wenig. Klar gibts noch leichtere aber ich muss sagen der Kompromiss aus geringem Gewicht und dennoch halbwegs robust wirkendem Material hat mich überzeugt. Im Rückenteil wird Gleitschirmtuch verwendet. Hier sollte man besonders vorsichtig sein, den ich denke da wirds schnell mal Beschädigungen geben wenn man nicht aufpasst. Der Beinsack ist im ersten Bereich recht robust und der Stoff nicht zu dünn gewählt, super. Auch die Verarbeitung sieht auf den ersten Blick exzellent aus. SupAir hat hier wieder ordentlich Gas gegeben und nachgebessert. Tolle Umlenkrollen für den Beschleuniger die ein leichtgängiges Beschleunigen ermöglichen. Saubere Nähte, gute Sitzfläche ohne großen Faltenwurf, super. Auf der Seite befindet sich eine große Seitentasche mit Reißverschluß die im Flug gut erreichbar ist.

Flug/Handling: Eine der Beinschlaufen ist komplett zugenäht in die man Einsteigen muss. Dies hat den Vorteil das man schon mal schwerer heraus fallen kann und das Problem der offenen Beingurte minimiert wird. Nachteil bei Baum- und Wasserlandungen. Der 14cm BumpAir Protektor bietet minimalen Schutz im Rückenbereich und hat auch LTF Zulassung. Toll finde ich auch das kurze Sitzbrett das den Flug wirklich komfortabel gestaltet. Auch hat man durch das Sitzbrett nicht gleich das Gefühl das man heraus fällt sobald man den Beinsack verlässt. Man kann rechtzeitg aus dem Beinsack gehen und lange sitzend steuern/fliegen, genial. Der Ein- und Ausstieg beim Strike geht sehr einfach und man kann sich den Beinsack sehr gut angeln. Die Aufhängehöhe ist relativ hoch was Turbulenzen recht gut abfedert aber trotzdem noch so das man alles spürt und gut mit Körpergewicht und Anpressdruck im Beinsack steuern/arbeiten kann. Das Tuch des Beinsacks ist sehr gelungen und hat für mich die perfekte Mischung aus Leichtigkeit und Robustheit. Es ist nicht zu filigran und hält dennoch halbwegs warm. Der Retter kommt bei diesem Gurt ins Cockpit bzw in den Froncontainer. Dieser ist elastisch aber sehr klein. Man bekommt gerade so eine Advance SQR100 hinein. Eine 120er wird schon schwierig. Perfekt für Ultra Cross 100 und 125. Auch toll das man die Gabelleine an die Schultergurte führen kann und nicht den Retter in die Hauptaufhängung hängen muss (optional).

 

Ich konnte das Strike auch in ruppiger Leethermik testen und habe mich immer recht wohl gefühlt und jederzeit gespürt was gleich kommt. Trotzdem erreicht man meiner Meinung nach nie die gleiche Sicherheit wie in einem normalen, kompakten Sitzgurtzeug und angewinkelten Beinen.

Fazit: Tolles, stylisches  „Liegegurtzeug“ mit hohem Wohlfühlfaktor für Hike&Fly und Biwakflieger oder Leute die auf Reisen gehen und minimales Gewicht und Packvolumen zu schätzen wissen. Ich werde mir das Gurtzeug wahrscheinlich selbst zulegen, warte aber noch auf das Ozium2 von Ozone das in den nächsten Wochen wohl lieferbar sein wird. Ich bin auf den direkten Vergleich gespannt.

Grüße,

Chris

By |2017-02-17T17:31:27+00:00Februar 17th, 2017|Aktuelle News, Tipps und Tricks|2 Comments

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Chris Geist

2 Comments

  1. Chris Geist
    Chris Geist 16. April 2018 at 17:59 - Reply

    Hi Tom, Danke. Leider ist es schon zu lange her so dass ich mich nicht mehr richtig an das Packmaß erinnern kann, aber ich denke in einen 92L Advance Lightpack oder 100L BGD Sherpa geht es mit einem Leichtschirm ohne Probleme rein. Es war nicht voluminöser wie mein Ozium2. Bei 60+ Liter Packsäcken wie Ozone X-Alps musst halt schauen. Ich verwende aktuell Ozium2 mit Alpina3 in einem BGD Sherpa Packsack. Da passt dann auch noch der Helm gut rein und das Packmaß ist super. Liebe Grüße, Chris

  2. Tom Socke 16. April 2018 at 17:44 - Reply

    Hi Guter Bericht. Was mir allerdings fehlt bei einem Test von Hike & Fly Gurtzeug ist ein Packmaß. Wie klein das Ding gepackt werden.

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