DIE VERSCHIEDENEN SYSTEME VON RETTUNGSGERÄTEN

Auch die Gleitschirm Rettungsgeräte müssen wie Gleitschirme und Gurtzeuge für deutsche Piloten zugelassen werden. Bei den Rettern unterscheidet man in steuerbare Rettungsgeräte (Rogallos), Rundkappen (Annular Retter) und Kreuzkappen. Wir empfehlen immer mind. 15-20% unter der maximalen Anhängelast des Retters nach LTF zu bleiben. D.h. wenn der Retter bis 100kg geht, ihn maximal mit 80-85kg belasten (Startgewicht). Bei vielen Leichtrettern haben wir zum Teil sehr hohe Sinkwerte beobachtet, trotz korrekter Zuladung. Bei den in unserem Webshop angebotenen Systemen haben wir gute Erfahrungen bei unseren Sicherheitstrainings gemacht.

 
UNSER TIPP: Die Advance SQR Rettung ist hervorragend verarbeitet, leicht und bietet ein kleines Packmaß. Sie überzeugt durch schnelle Öffnung und hohe Pendelstabilität bei geringen Sinkwerten. Für Hike&Fly Piloten empfehlen wir die Leichtversion SQR Light.


KREUZKAPPEN

Kreuz- oder Rundkreuzkappen liegen im Trend und haben bereits die normalen Rundkappen vom Markt weitestgehend verdrängt. Sie haben meist geringere Sinkwerte und eine höhere Pendelstabilität durch den rechteckigen Aufbau und die Lüftungsschlitze an den Seiten. Sie sind zum Teil etwas schwieriger zum Packen als die normalen Rundkappen aber immer noch recht einfach im Vergleich zu Steuerbaren Rettungsgeräten oder Base Schirmen.

RUNDKAPPEN

Rundkappen waren die ersten Gleitschirm Rettungsgeräte auf dem Markt und wurden durch die aktuelleren Kreuz- oder Rundkreuzkappen abgelöst. Die Rundkappen funktionieren immer noch gut, allerdings pendeln sie häufig mehr nach der Öffnung und auch die Sinkwerte sind gerade bei falscher Beladung öft höher als bei modernen Kreuzkappen.

STEUERBARE RETTER

Steuerbare Rettungsgeräte sind unserer Meinung nach für normale Hobbypiloten häufig zu kompliziert zum bedienen. Oft müssen Quick Out Karabiner und Trennsysteme für den Beschleuniger verwendet werden. Vorgebremste, sog. Rogallo Retter, sind hier eher für Anfänger geeignet, da die sog. “Downplane” Gefahr nicht mehr gegeben ist. Allerdings können vorgebremste Rogallos auch “stallen” wie die Vergangenheit gezeigt hat. Sinkwerte und Öffnungsverhalten sind bei den Rogallos phänomenal gut. Die Steuerbarkeit ist marginal aber reicht ggf. aus um von Hindernissen weg zu steuern. Ab 10-15 km/h Windgeschwindigkeit steht man aber auch mit diesen Rettern in der Luft. Rogallos entfalten ihr volles Potential erst, wenn der Hauptschirm abgetrennt und der Pilot ggf. ausgetwistet ist.

Für den Großteil aller Piloten reicht unserer Meinung nach eine richtig beladene Kreuzkappe voll aus. Bei Acro- und Testpiloten machen Rogallo Schirme und auch Base Systeme u.U. Sinn.

Etwas in die Jahre gekommen aber immer noch lesenswert (Kreuzkappen gab es zu der Zeit noch nicht): Ein kleiner Artikel von Chris Geist

Schau Dir auch mal unserer Rettertests am Gardasee auf unserem Youtube Channel an.

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