Wissenswertes zur Gleitschirm Zulassung und Beratung2017-12-21T22:58:53+00:00

WELCHER GLEITSCHIRM PASST ZU MIR?

GLEITSCHIRMKAUF IST VERTRAUENSSACHE - NUR EIN FLUGLEHRER DER DICH KENNT, KANN DICH PROFESSIONELL BERATEN

Wir haben uns auf ein paar wenige Marken spezialisiert und sie uns sorgfältig ausgesucht. Unsere Hauptmarke ist dabei Ozone. Dein Vorteil ist, dass wir alle Modelle von Ozone extrem gut kennen und Dich so optimal beraten können. Ozone ist Weltmarktführer, einer der innovativsten Gleitschirmhersteller (Ozone hat u.A. den ersten in Produktion gegangenen Einfachsegler XXLite, den leichtesten derzeit zugelassen Standard Gleitschirm Ultralite und das Patent auf die Shark Nose). Ozone baut unbestritten die besten Wettkampfschirme (Legendär sind bereits R10 und R11 sowie der meistverkaufte Wettkampfschirm Enzo) und bietet mit die beste Verarbeitung auf dem Markt. Zudem hat Ozone von fast allen Modellen auch eine Leichtversion für Hike&Fly Piloten am Start. Das wir uns für Ozone als Hauptmarke entschieden haben, hat keine finanziellen Gründe. Ozone ist relativ teuer. Sowohl im Einkauf, als im Verkauf. Innovation und Top Verarbeitung haben eben ihren Preis. Wir stehen hinter Ozone, weil wir von den Produkten überzeugt sind. Als Zweit-/Drittmarken haben wir uns für BGD und Advance entschieden. Bei den Gurtzeugen und Rettern setzen wir auf Independence, Ozone, Advance und Woody Valley, die ebenfalls qualitativ extrem hochwertige Produkte liefern. Es gibt natürlich noch andere Top Gleitschirmmarken die tolles Flugequipment liefern und wir können Dir natürlich jeden, auf dem Markt verfügbaren Gleitschirm besorgen, wenn Du dies wünscht. 

Lass Dich von uns professionell beraten



UNSERE EMPFEHLUNG FÜR GLEITSCHIRMPILOTEN IN DEN ERSTEN FLUGJAHREN

Unsere Empfehlung Einsteigerschirme - Wissenswertes zur Gleitschirm Zulassung und Beratung



DER RICHTIGE GEWICHTSBEREICH IST ENTSCHEIDEND

OZONE JOMO - MODERNER LTF A GLEITSCHIRM MIT VIEL PASSIVER SICHERHEIT UND SPORTLICHEM HANDLING FÜR HIKE&FLY PILOTEN

Wir empfehlen immer, den Gleitschirm im mittleren bis oberen Gewichtsbereich zu beladen. Dabei geht es immer um das sog. Startgewicht. Das ist in etwa Dein Körpergewicht plus 17kg. Die Schirme bekommen bei hoher Flächenbelastung ein direkteres Handling, ziehen sauberer in die Thermik und der Strömungsabriß durch zu starken Bremsleinenzug passiert seltener. Spätestens bei stärkerem Wind, werden die Vorteile einer höheren Flächenbelastung sichtbar. Der Pilot fliegt schneller vorwärts.



EINTEILUNG DER LTF KLASSEN

OZONE ACROSCHIRM TRICKSTER - NUR LOADTEST, KEINE EN/LTF ZULASSUNG

Derzeit herrscht in der Gleitschirm Szene ein großer Umbruch. Einige Gleitschirm Teststellen testen nach Europäischer Norm (EN), Deutschland hält weiterhin an der sog. LTF Klassifizierung fest. Die früheren Klassen DHV1, DHV1-2, DHV2 usw. sind nicht mehr mit den aktuellen EN und LTF Klassen vergleichbar und gültig. Anfänger und Gelegenheitspiloten sollten max. Schirme der LTF A und B Klasse fliegen wobei es hier große Unterschiede gibt. Das „Thermik“ Magazin hat darauf reagiert und die Klassen nochmals unterteilt in A1/A2 bzw. B1/B2/B3. Intern spricht man von High oder Low End A oder High und Low End B Schirmen. Auch unser Gleitschirmverband DHV hat nun eine sog. Safety Class eingeführt, die die einzelnen Gleitschirm noch genauer bewerten soll. Getestet wird bei den Zulassungsstellen ausschließlich mit passivem Pilotenverhalten, d.h. ohne Eingreifen des Piloten. Wichtige Faktoren wie zunehmender Bremsdruck in Richtung Strömungsabriss (wird bei der Safety Class Einstufung berücksichtigt), direktes und agiles Handling, Leistung, Verhalten in thermischen Bedingungen und bei Turbulenzen, unterschiedliche Gurtzeuge usw. können bei der EN/ LTF nicht berücksichtigt werden. Bei der Safety Class des DHV wird zwar ebenfalls nur passiv getestet, aber die Tests sind für den Endverbraucher nachvollziehbarer und präziser, da hier auch das Bemerkungsfeld vom Testpiloten mehr genutzt wird.

Eine individuelle Beratung ist sehr wichtig. In der Schulung dürfen ab 2015 nur noch EN/LTF A zugelassene Gleitschirme verwendet werden. Die LTF Einstufung und die Testflugprotokolle geben nur einen groben Überblick über den entsprechenden Gleitschirm. Nur Gleitschirm Profis und Sicherheitstrainer können Dir genau sagen, wie ein Gleitschirm in extremen Situationen reagiert. Lass Dich von uns professionell beraten

Hinweis: In Deutschland müssen alle Piloten einen nach LTF zugelassenen Gleitschirm fliegen. Im Rest der Welt reicht die EN Zulassung aus (Europäische Norm). Ein deutscher Pilot kann einen EN zugelassenen Gleitschirm im Ausland fliegen, sollte dies aber vorher mit seiner Versicherung abklären.

Lies hierzu auch den Artikel von Chris Geist zur Safety Class.



LTF A

Beschreibung der Flugeigenschaften:
Gleitsegel mit einem Maximum an passiver Sicherheit und einem extrem verzeihenden Flugverhalten. Gute Widerstandsfähigkeit gegen abnormale Flugzustände.
Zielgruppe und empfohlene Flugerfahrung:
Für Piloten aller Könnensstufen, vom Einsteiger bis zum Streckenflieger, die besonderen Wert auf höchstmögliche passive Gerätesicherheit legen. Für Piloten mit einer Flugerfahrung von weniger als ca. 15-20 Flugstunden pro Jahr werden ausschließlich Gleitschirme der Klassifizierung A empfohlen.
Anforderungen im Normalflug:
Das Flug- und Steuerverhalten von Gleitschirmen dieser Klasse setzt die Beherrschung der grundlegenden, in der A-Lizenz- Flugausbildung vermittelten Flugtechniken voraus. Für sicheres Durchführen von Thermikflügen ist die Beherrschung der grundlegenden Techniken des aktiven Fliegens erforderlich.
Anforderungen bei Störungen:
Das Geräteverhalten nach Störungen stellt keine überdurchschnittlichen Anforderungen an Geübtheit und Reaktionsschnelligkeit des Piloten. Die Grundkenntnisse des Pilotenverhaltens zur Vermeidung und Beherrschung von Störungen müssen jedoch vorhanden sein.
Anforderungen bei Schnellabstieg:
Das sichere Beherrschen von anspruchsvollen Flugmanövern, wie z.B. Steilspiralen, B-Stall, setzt entsprechende praktische Kenntnisse voraus. Sind diese nicht vorhanden, wird eine spezielle Einweisung auf den jeweiligen Schirmtyp am besten in einem Sicherheitstraining empfohlen.
Eignung für die Ausbildung:
Grundsätzlich geeignet

LTF B

Beschreibung der Flugeigenschaften:
Gleitsegel mit guter passiver Sicherheit und verzeihendem Flugverhalten. Einigermaßen widerstandsfähig gegen abnormale Flugzustände.
Zielgruppe und empfohlene Flugerfahrung:
Thermik- und Streckenflieger, die über regelmäßige Flugpraxis und über fortgeschrittene flugtechnische Kenntnisse, bei mindestens ca. 20-30 Flugstunden pro Jahr verfügen.
Anforderungen im Normalflug:
Das Flug- und Steuerverhalten von Gleitschirmen dieser Klasse verlangt, wegen teilweise kürzerer Steuerwege, geringerer Roll- und Nickdämpfung und dynamischerem Kurvenhandling eine fortgeschrittene, präzise und feinfühlige Steuertechnik sowie einen weitgehend automatisierten aktiven Flugstil.
Anforderungen bei Störungen:
Das Geräteverhalten nach Störungen stellt erhöhte Anforderungen an Geübtheit und Reaktionsschnelligkeit des Piloten. Dieser sollte über ausreichende praktische Kenntnisse zur Vermeidung und Beherrschung der häufigsten Störungen, besonders seitliche und frontale Einklapper verfügen. Ist diese Erfahrung nicht ausreichend vorhanden, wird eine Einweisung auf den jeweiligen Schirmtyp am besten in einem Sicherheitstraining empfohlen.
Anforderungen bei Schnellabstieg:
Flugmanöver, wie z.B. Steilspirale oder B-Stall, stellen, wegen des insgesamt anspruchsvolleren Steuerverhaltens, höhere Anforderungen an den Piloten. Gute praktische Kenntnisse dieser Manöver sollten vorhanden sein. Andernfalls wird eine spezielle Einweisung auf den jeweiligen Schirmtyp, am besten in einem Sicherheitstraining, empfohlen.
Eignung für die Ausbildung:
Geeignet, sofern der Hersteller die Ausbildungseignung in der Betriebsanweisung nicht ausschließt.

LTF C

Beschreibung der Flugeigenschaften:
Gleitsegel mit mäßiger passiver Sicherheit und mit potenziell dynamischen Reaktionen auf Turbulenzen und Pilotenfehler. Die Rückkehr in den Normalflug kann präzisen Piloteneingriff erfordern.
Zielgruppe und empfohlene Flugerfahrung:
Leistungsorientierte Streckenflieger, die über eine regelmäßige, mehrjährige Flugpraxis von mindestens ca. 50 Flugstunden pro Jahr und über fundierte flugtechnische Kenntnisse verfügen.
Anforderungen im Normalflug:
Das anspruchsvolle Flug- und Steuerverhalten von Gleitschirmen dieser Klasse (kurze Steuerwege, hohe Dynamik, geringe Dämpfung um alle Achsen) verlangt ein intensives Training der Steuertechniken und des aktiven Fliegens sowie fundierte flugtechnische Kenntnisse um Störungen im Ansatz zu erkennen und zu verhindern.
Anforderungen bei Störungen:
Das Geräteverhalten nach Störungen stellt hohe Anforderungen an Geübtheit und Reaktionsschnelligkeit des Piloten. Die sichere Beherrschung des Geräteverhaltens nach Störungen erfordert große praktische Erfahrung mit diesen Flugzuständen. Ist diese nicht vorhanden, wird eine gründliche Einweisung auf den jeweiligen Schirmtyp in einem Sicherheitstraining empfohlen.
Anforderungen bei Schnellabstieg:
Das Verhalten bei Flugmanövern, wie z.B. Steilspirale oder B-Stall, kann gerätespezifisch in dieser Klasse überdurchschnittlich anspruchsvoll sein. Der Pilot sollte deshalb über fundierte Kenntnisse dieser Manöver verfügen. Ist diese Erfahrung nicht ausreichend vorhanden, wird eine spezielle Einweisung auf den jeweiligen Schirmtyp in einem Sicherheitstraining empfohlen.
Eignung für die Ausbildung:
Grundsätzlich nicht geeignet

LTF D

Beschreibung der Flugeigenschaften:
Gleitsegel mit anspruchsvollem Flugverhalten und potenziell heftigen Reaktionen auf Turbulenzen und Pilotenfehler. Die Rückkehr in den Normalflug erfordert präzisen Piloteneingriff.
Zielgruppe und empfohlene Flugerfahrung:
Leistungspiloten mit umfassender Flugerfahrung von mindestens ca. 75 -100 Flugstunden pro Jahr, die Höchstleistungen, z.B. beim Streckenflug realisieren wollen.
Anforderungen im Normalflug:
Das auf Höchstleistung optimierte Flug- und Steuerverhalten von Gleitschirmen dieser Klassen verlangt umfassende, langjährige Flugpraxis und weit überdurchschnittliche flugtechnische Kenntnisse.
Anforderungen bei Störungen und
beim Schnellabstieg:
Die Anforderungen, die das Geräteverhalten nach Störungen stellt, verlangen ein Höchstmaß an Geübtheit und Reaktionsschnelligkeit des Piloten. Die sichere Beherrschung des Extremflugverhaltens nach Störungen und von anspruchsvollen Flugmanövern, wie zum Beispiel Schnellabstieg, muss durch ständiges Training auf höchstem Niveau sein. Auch geringe Pilotenfehler müssen bei den Reaktionen auf Kappenstörungen und in Extremflugzuständen ausgeschlossen werden können.
Eignung für die Ausbildung:
Grundsätzlich nicht geeignet
 
Gleitschirme ohne LTF Gütesiegel haben häufig nur einen sog. Lasttest, d.h. erfüllen die Festigkeitsvorgaben zugelassener Gleitschirme. Eine LTF Zulassung wird aus unterschiedlichen Gründen nicht gemacht: Zum Teil würden diese Gleitschirme die Zulassung nicht bestehen, weil sie in gewissen Situationen ein sehr anspruchsvolles Flugverhalten aufweisen, manchmal will der Hersteller aber auch keine Zulassung machen, weil dieser Schirm nur in geringen Mengen produziert wird oder nur eine kleine Pilotengruppe anspricht. Hier würden die Zulassungskosten nicht im Verhältnis stehen.
 
 
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Quelle: DHV